Unterwasserkamera Vergleich

Du willst die faszinierende Unterwasserwelt mit nach Hause nehmen? Mit tollen Fotos von deinen Tauch- oder Schnorchelausflügen geht das. Banne die magischsten Momente auf Speicherkarte - oder dreh gleich ein ganzes Full-HD Video.

In diesem Artikel präsentieren wir dir die hartgesottensten Unterwasserkameras.

Auf einen Blick: Unsere 3 Empfehlungen

Für den ersten Überblick stellen wir dir zunächst unsere drei Favoriten vor. Hierbei haben wir Spiegelreflexkameras und „normale“ Kompaktkameras mit Unterwassergehäuse außen vor gelassen, um den Rahmen nicht zu sprengen. Weiter unten gehen wir aber auf diese Möglichkeiten der Unterwasserfotografie ein.

Qualitätssieger

​60m Tauchtiefe, Gehäuse inklusive, Full-HD und Sony Bildsensor - das sind die Komponente die unseren Qualitätssieger auszeichnen.




Kaufempfehlung

​Die Olympus Tough TG-5 überzeugt mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Bildqualität ist gut, der Akku ausdauernd und die Flexibilität gross: es gibt viel Zubehör. Unsere klare Kaufempfehlung!


Preissieger

​In der unteren Preisklasse hebt sich die ActionCam mit einem 170°-Weitwinkelobjektiv und einem Gehäuse, das bis 30 Meter wasserdicht ist, hervor. Eine gute Wahl in der Preisklasse unter 100 Euro.

Vorteile einer Unterwasserkamera

Wasserdichte Kompaktkameras können viel ertragen: einen Fall aus zwei Meter Höhe, tobende Kinder, Kälte, Staub, Sand, Matsch – und natürlich Wasser. Manche Modelle begleiten dich bis auf 40 Meter Wassertiefe. Auch wenn du einfach nur am Strand chillst, brauchst du dir keine Gedanken um Sandkörner zu machen. Der Nachwuchs will seine Sandburg selber knipsen? Keine Sorge, die Unterwasserkamera hält so etwas aus.

Du kannst den wasserdichten Fotoapparat auch ruhig in den Skiurlaub mitnehmen. Dein handlicher Begleiter macht sich nicht nur bezahlt, wenn es beim Après-Ski etwas zu feucht hergeht. Er darf ruhig in den Schnee fallen, geht nicht gleich zu Bruch, wenn du dich mal hinpackst - und der Kleine passt in jede Skijackentasche.

 Unterwasserkameras eignen sich also nicht nur für Taucher, sondern generell für aktive Leute (oder Leute mit aktiven Kindern).
  • ​wasserdicht
  • ​unempfindlich gegenüber Sand und Staub
  • ​robust gegenüber mechanischen Einwirkungen
  • unempfindlich gegenüber Kälte
  • pflegeleicht
  • klein
  • relativ günstig
  • ​machen auch über Wasser gute Aufnahmen

15 aktuelle Unterwasserkameras

Die Frage, welche die beste tauchfeste Kamera ist, wird bei jedem Unterwasserkamera Test 2018 anders beantwortet. Der eine bezieht nur Kompaktkameras mit ein, der andere nimmt Action Cams mit dazu und der Dritte schaut sich sogar Spiegelreflexkameras mit wasserdichter Hülle an. Um dir einen Überblick über die vielen Möglichkeiten der Unterwasserfotografie zu geben, haben wir uns allen drei Kamera-Arten gewidmet. Deswegen ist unser Artikel auch etwas länger geworden.

Je nachdem, wie viel Zeit du hast, kannst du dir einfach nur unsere 15 digitalen Tauchbuddys anschauen oder weiter unten die ausführliche Kaufberatung lesen.

​Bei den Spiegelreflexkameras gehen wir nur auf die Grundlagen ein. Das Thema ist riesig und erfordert separate Artikel à la „DSLR Unterwasserkamera Test“.

Aus einer anderen Welt: Leica X-U

​Die Leica ist einzige Unterwasser-Kompaktkamera mit einem APS-C Sensor. In Verbindung mit ihrem lichtstarken Objektiv führt das zu der Bildqualität, die Leica zu einer Legende gemacht hat.

Kein Schnickschnack. Festbrennweite 23 mm, RAW Unterstützung, wasserdicht bis 15 Meter.

​Ein extra Gehäuse wird nicht produziert.

Alternative Für Profis: Spiegelreflex im Gehäuse

​Man nehme eine normale Spiegelreflexkamera wie diese Canon 1100D und packe sie in das passende Unterwassergehäuse. Voilà, es öffnet sich die Tür zur Welt der professionellen Unterwasserfotografie.

Das Nimar-Gehäuse ist preislich der größte Posten bei diesem Pack - jedoch kannst du dich auf dessen Dichtigkeit bis 60 Meter Wassertiefe verlassen.

​Kompakte Sony-Landratte und ihr wasserdichtes Gehäuse

​Auch für hochwertige Kompaktkameras werden Unterwassergehäuse hergestellt. Ihre Bildqualität kommt teilweise an die einer Spiegelreflexkamera heran, und gegenüber einer reinen Unterwasserkamera bieten sie auch wesentlich mehr gestalterische Möglichkeiten.

Diese Sony Kompaktkamera RX 100 hat ein lichtstarkes 24-70 mm Carl Zeiss Objektiv und führt zusammen mit ihren neueren (und teureren) Versionen die Ranglisten bei den Kompakten an.

Tieftaucher: Sealife DC2000

​Hier kommen wir zu den Kompaktkameras, die speziell für Schnorchelfreunde wie auch Tieftaucher entwickelt wurden.

Die reaktionsschnelle Sealife DC2000 hebt sich vom Gros der wasserdichten Kompaktkameras ab. Viele Programme, tolle Full-HD-Videos, Bildstabilisation und die Möglichkeit in RAW zu arbeiten, katapultieren sie in die Liga der leistungsstärksten Tauchbuddys. Indem sie sich gut mit Tauchhandschuhen bedienen lässt, erfüllt sie ein weiteres wichtiges Kaufkriterium. Ein weiteres Plus: mit der Sealife-Schiene bekommst du ein variables System für die externe Beleuchtung geliefert. Der Hersteller produziert auch einen empfehlenswerten Weitwinkelkonverter.

Der Nachteil: Ihr Preis bewegt sich zwar nicht in solchen schwindelnden Höhen wie die Leica, jedoch immer noch am oberen Ende.

​Ein optischer Zoom fehlt, du fotografierst mit 11,6 mm Festbrennweite. Im Menü findet sich die Option für einen Digitalzoom, allerdings ist das qualitativ nichts anderes als eine Ausschnittvergrößerung am Computer.

Dichter geht’s nicht: Sealife Micro 2.0

Ein Gehäuse brauchst du dir hier nicht zuzulegen: Sie hält dicht wie keine andere wasserfeste Kompaktkamera - dank Vollversiegelung nämlich bis auf 60 Meter. Mit ihr kannst du gut deine Tauchgänge dokumentieren oder Videos drehen, jedoch reichen ihre Möglichkeiten nicht aus, um Fotos wirklich zu gestalten.

​Die Sealife Micro 2.0 hat eine Festbrennweite von 20 mm und einen Bildwinkel von 130° und ist daher eine optimale Kamera für Filmaufnahmen oder Schnappschüsse. Ernsthafte Fotografie lässt sich mit ihr nicht betreiben. Hinzu kommt, dass der Kamera ein eingebauter Blitz fehlt und du keinen externen Blitz anschließen kannst.

​Panasonics Neueste Lumix - teilweise Gelungen

Diese Panasonic Unterwasserkamera DC-FT7 ist ausgezogen, um der Olympus Tough TG-5 Konkurrenz zu machen - doch so richtig gelingt ihr das nicht. Der Zoombereich von 28-128 mm ist für diese Klasse sehr gut, auch die 4K-Videos können sich sehen lassen. Weitere Features sind der starke Akku und die Tauchfestigkeit bis zu 31 Meter Wassertiefe. Jedoch hebt sich die Bildqualität nicht vom Durchschnitt ab, und weil die RAW Unterstützung fehlt, können wichtige Parameter wie Weißabgleich, Farbton oder Rauschunterdrückung nachträglich nicht mehr bearbeitet werden. 

An Extras bietet sie ein Höhenmeter und einen Kompass, hingegen vermissen wir das GPS. Weiterhin vermissen wir ein Ladegerät. Wenn du deine Akkus und Ersatzakkus nicht in der Kamera laden willst, musst du dir separat noch ein Ladegerät kaufen.

Eine schöne Funktion scheint der manuelle Belichtungsmodus, jedoch bietet er immer nur zwei Blendenoptionen. Sehr benutzerfreundlich, weil sehr groß, sind der Auslöser und der rückseitige 3-Zoll-Monitor. Die anderen Knöpfe haben hingegen Standardgröße und lassen sich mit Handschuhen nicht mehr so bequem bedienen.

Ihr Alleinstellungsmerkmal, der elektronische Sucher, ermöglicht beim Fotografieren im Freien eine bessere Bildkontrolle. Das ist besonders bei hellen Umgebungen wie auf der Skipiste oder auf dem Wasser sinnvoll. Unter Wasser braucht man den elektronischen Sucher nicht. Hier bietet der rückseitige Monitor den größeren Komfort.  

​Unser Favorit: Olympus Tough TG-5

Diese unverwüstliche Olympus Unterwasserkamera zeichnet sich durch eine herausragende Bildqualität und Bedienerfreundlichkeit aus. Sie liefert knackige Fotos und viele nützliche Extras wie GPS-Ortung, Kompass oder Tiefenmesser. Natürlich zehren diese an der Akkuleistung und man sollte sie abschalten, wenn es in erster Linie um eine ausgiebige Fotosession geht.    

Das Objektiv mit einer Brennweite von 25-100 mm steckt hinter einem doppelten Schutzglas, um es vor Beschlag zu bewahren. Ein besonderer Clou ist der Mikroskop Modus, bei dem du bis auf einen Zentimeter an das Objekt herankommst. Damit bannst du auch kleinste Meeresbewohner kristallklar auf die Speicherkarte.

Nur wenige Unterwasserkameras unterstützen das RAW-Format für die anschließende verlustfreie Bildbearbeitung. Die Olympus Tough TG-5 bietet auch dieses Feature! Zudem punktet Olympus mit vielen Erweiterungsmöglichkeiten wie keine andere Unterwasserkompakte: Weitwinkelkonverter, Makroobjektiv und verschiedene Vorsätze. Ein externer Blitz lässt sich über ein Unterwassergehäuse anschließen.

​Für diese Kamera gibt es gleich mehrere Anbieter von Unterwassergehäusen. Ohne dieses ist sie bis 15 Meter dicht.

Konkurrenz für die Olympus? Nikon Coolpix W300

Für Flachwasserkrieger: Ricoh WG50

Ganz gut: Fujifilm Finepix XP130

Vom Preis und den technischen Merkmalen ähnelt die Fuji Finepix der Ricoh Unterwasserkamera, jedoch hat sie noch einige Spielereien wie Bluetooth und Wi-Fi mit auf Lager. Die Point-and-Shoot-Kamera kann nicht mit Linsen oder Konvertern erweitert werden. Ein Gehäuse fehlt ebenfalls, jedoch kommst du mit ihr etwas tiefer als mit der Ricoh - nämlich bis auf 20 Meter. Foto- und Videoqualität sind für den Preis sehr gut, auch der Zoombereich von 28-140 mm ist für diese einfache Klasse sehr viel.


​Schnappschussgerät: Lumix Unterwasserkamera DMC-FT30

​Diese Panasonic Unterwasserkamera wäre mit ihren acht Metern Tauchtiefe ein idealer Begleiter zum Schnorcheln. Leicht, kompakt, guter Akku, 4-fach-Zoom mit 28–100 mm Brennweite, verlockender Preis. Leider versagt sie bei der Bildqualität; und ihre Videofunktion im altmodischen HD Format erntet Kopfschütteln. Wenn du tiefer tauchen willst, brauchst du ein zusätzliches Gehäuse, für welches du gut und gerne doppelt soviel ausgeben kannst wie für die ganze Lumix Unterwasserkamera.

Für Schnappschüsse am Strand und erste Unterwasserexperimente mag sie noch o.k. sein, doch dann stößt du bald an ihre Grenzen und wirst dir mehr wünschen.

​Zu teuer: GoPro Hero5 Action Kamera

Ihre Stärken sind die Sprachsteuerung, 4K-Videos in Top-Qualität und ein starker Bildstabilisator.

GoPro, der Vorreiter der Actionkameras, bekommt jedoch starke Konkurrenz aus Fernost. Die GoPro Hero5 ist zwar siebenmal so teuer wie die chinesische Victure, jedoch bei Weitem nicht siebenmal so gut.

​Tolle GoPro Alternative: YI 4K Plus

Bester Preis: Victure Action Kamera

​Für Hobby-Outdoorfreaks zu empfehlen. Unser Preissieger liefert gute Full HD 1080P Videos, wobei der Akku bis zu zwei Stunden hält. Dazu gibt es jede Menge Zubehör, welches man aber nicht wirklich braucht.

Einige Nutzer bemängeln die Haltbarkeit der Kamera, sind aber trotzdem mit der Bildqualität zufrieden. Die positiven Urteile überwiegen deutlich. Wasserdicht bis 30 Meter.

Der Vollständigkeit halber: Einwegkamera

Nettes Spielzeug zum Experimentieren, mit dem durchaus mal ein Schnappschuss gelingen kann. Hält bis 10 Meter Wassertiefe. Ideales Spielzeug für die lieben Kleinen.

Was ist eine Unterwasserkamera?

Mit einem Satz lässt sich das kaum beantworten. Die Welt der Unterwasserkameras ist groß. Gib nur mal den Begriff Unterwasserkamera bei Amazon ein und du stehst vor einem Spektrum, das von Wegwerfkameras bis zu unbezahlbaren Profigeräten reicht. Alle diese Kameras eint aber die Eigenschaft, unter Wasser dicht zu halten; nur werfen manche Modelle bei 5 Meter Wassertiefe das Handtuch, während andere auch in 60 Meter Tiefe noch zu dir stehen. Welche Kamera zu dir passt, hängt davon ab, worauf es dir bei der Unterwasserfotografie ankommt.

​Wir geben dir zunächst einen Überblick über die verschiedenen Arten von Unterwasserkameras. Danach klären wir die Frage, auf welche Features du beim Kauf besonderen Wert legen solltest.

Welche Arten von Unterwasserkameras gibt es?

Einwegkameras

Aus Spaß mal eine Kamera zum Schnorcheln mitnehmen, ohne gleich viel Geld ausgeben zu müssen? Den Nachwuchs damit unbesorgt am Strand herumspielen lassen? Einwegkameras machen es möglich.

Jedoch - es existiert keine Einwegkamera, mit der man wirklich schöne Bilder machen kann. Wenn die Bedingungen stimmen, gelingt beim Herumdaddeln vielleicht mal der eine oder andere Schnappschuss. Darauf verlassen solltest du dich aber nicht.

Vorteil
  • ​sehr preiswert
  • ​unproblematisch
  • ​gut für erste Unterwasserexperimente
​Nachteil
  • ​gute Fotos gelingen kaum

Tauchfeste Kompaktkameras

Die wasserfesten Kompaktkameras sind vor allem eins: ungemein praktisch und widerstandsfähig. Nicht umsonst gelten sie den meisten Urlaubstauchern als beste Lösung. In puncto Gewicht, Abmessungen und Handlichkeit sind sie unschlagbar; und sie verfügen über einen Live-View-Monitor, der die aufregenden Motive auch deutlich erkennbar darstellt. Doch nicht nur Einsteiger in die Unterwasserfotografie werden hier fündig. Die Palette reicht vom einfachen Point-And-Shoot-Gerät bis zur High-End-Kamera mit manuellen Einstellungen. Einige unterstützen sogar das RAW-Format für die anschließende Bildbearbeitung. Die besten Unterwasserkameras unter den Kompakten liefern tatsächlich eine hervorragende Bildqualität.

Wasserdichte Kompaktkameras werden üblicherweise für circa 15 Meter Tauchtiefe hergestellt. Für einige dieser Kameras kannst du zusätzlich noch ein Unterwassergehäuse kaufen, mit dem du dann bis zu 60 Meter Tiefe kommst. Wenn du jedoch die Kosten für ein extra Gehäuse nicht scheust, könntest du dir für den Preis auch eine „normale“ Kompaktkamera mit Unterwassergehäuse zulegen. Normalerweise sind diese den Wasserdichten in der Bildqualität überlegen und du kannst auch mal das Objektiv wechseln.

Vorteil
  • ​​handlich
  • ​leicht
  • ​robust
  • plus-circle
    gute Bildqualität
  • plus-circle
    eignen sich besonders für ambitionierte Einsteiger
​Nachteil
  • ​kommen technisch nicht an gute Spiegelreflexkameras heran
  • minus-circle
    weniger Optionen zur Bildgestaltung als bei einer DSLR
  • minus-circle
    in Verbindung mit einem Gehäuse geht ihr Preisvorteil verloren

​​​Nicht-wasserdichte Digitalkameras mit wasserdichtem Gehäuse

Es liegen Welten zwischen Knipsen und Fotografieren.

Wie oft hören Profis oder ambitionierte Hobbyfotografen den Kommentar: „Klasse Foto. Du musst ja eine tolle Kamera haben.“

Das ist Blödsinn. Wenn du keinen Schimmer von Fotografie hast, kannst du Geld ausgeben wie Heu, aber deine Fotos werden trotzdem so aussehen wie zufällig mal auf den Auslöser gekommen.

DSLR-Kameras und ihre wasserdichten Gehäuse spielen preislich in der obersten Liga, jedoch macht eine Spiegelreflexkamera für sich alleine noch kein gutes Foto. Auch nicht, wenn du ausschließlich den Automatikmodus benutzt und darauf vertraust, dass deine teure Errungenschaft „den Laden schon schaukelt“. Gerade bei der Unterwasserfotografie mit ihren speziellen Lichtverhältnissen gibt es so einige Besonderheiten zu beachten.

Andersherum gefragt. Dir sagen Begriffe wie Weißabgleich, manueller Fokus, RAW oder Komposition etwas? Dann brauchen wir dich hier nicht weiter vom Potenzial einer Systemkamera zu überzeugen. Du musst trotz der Möglichkeit, hochqualitative Fotos zu machen, nur eine Entscheidung treffen: Willst du so ein Teil tatsächlich mitschleppen?

Hier wären noch die (nicht-wasserfesten) Premium Kompaktkameras im UW-Gehäuse eine Überlegung wert. Handlicher und leichter als eine Spiegelreflexkamera, bestechen die High-End-Kompakten mit hoher Lichtstärke, vielen Einstellmöglichkeiten und der verlustfreien Nachbearbeitung am Computer, sodass der Qualitätssprung zur Spiegelreflexkamera schrumpft.    

Ambitionierte Amateure und Profis werden trotz höherer Kosten und größeren Gewichts jedoch auf die Spiegelreflex-Kamera setzen.

Vorteil
  • ​tolle Bildqualität (wenn man sich auskennt)
  • ​schneller Autofokus
  • ​hohe Lichtstärke
  • plus-circle
    ​professionelle Fotos und professionelle Nachbearbeitung möglich
​Nachteil
  • ​hoher Preis
  • minus-circle
    ​hohes Gewicht
  • minus-circle
    ​sperrig
  • minus-circle
    schwieriger zu bedienen
  • minus-circle
    teures und schweres Unterwassergehäuse
  • minus-circle
    unter Wasser kein Objektivwechsel möglich

Wasserdichte Actioncams

Es ist schon erstaunlich, welche Videoqualität aus so einem kleinen Ding herauskommt.

ActionCams zählen zu den treuen Begleitern von Mountainbikern, Motorradfahrern, Gleitschirmfliegern – und Tauchern. Kein Wunder, bieten sie doch eine Reihe von Vorteilen. Sie sind bequem zu bedienen, halten eine Menge aus und punkten mit einem äußerst geringen Gewicht. Außerdem gehören sie zu den bezahlbaren Lösungen für Unterwasseraufnahmen. Es entfallen teure Objektive; und auch das wasserdichte Gehäuse spielt in einer anderen Liga als das von Spiegelreflexkameras.

In ihrer Stärke liegt gleichzeitig ihre größte Schwäche: die Aufnahmen verwackeln schnell, da die leichte Kamera auf jede Wasserbewegung reagiert. Wirklich ruhig halten kannst du sie nicht. Für die Cam kaufst du also am besten gleich eine Schiene oder ein Stativ mit dazu. Außerdem solltest du auch auf Features wie Bildstabilisierung achten.

Action-Cams eignen sich für Leute, für die der Spaß am Abenteuer im Vordergrund steht und die das ab und zu auch filmen wollen. Bei der Bildqualität musst du Abstriche machen, da die Objektive und Bildsensoren der meisten Geräte nicht besonders hochwertig sind. Das macht sich hauptsächlich bei einem Foto bemerkbar, weil sich da die Aufmerksamkeit auf ein einziges Bild konzentriert, welches die Atmosphäre der gesamten Szenerie wiedergeben soll. Videos hingegen leben von der Bewegung. Für Amateurfilme, auch wenn du sie an größeren Bildschirmen anschauen willst, überzeugt die Leistung einer ActionCam durchaus.

Vorteil
  • ​klein
  • ​leicht
  • ​einfach zu bedienen
  • plus-circle
    ​verhältnismäßig preiswert
  • plus-circle
    gut als Einstieg in die Unterwasserfotografie geeignet
​Nachteil
  • ​verwackelt schnell
  • minus-circle
    ​für Fotos weniger geeignet
  • minus-circle
    ​nur wenige Fotofunktionen

Worauf Du beim Kauf achten Solltest

Weil die Welt der Unterwasserkameras so groß ist, solltest du dir zuerst genau überlegen, was du von deiner Errungenschaft erwartest. Du kannst viel Geld für eine tolle Kamera ausgeben, die dann aber hoch und trocken irgendwo verstaubt.

Ob du „deinen“ Tauchbuddy findest, der zu dir passt, hängt von folgenden Fragen ab:

Seestern
  • ​Schnorchelst du oder bist du ein technischer Taucher?
  • ​Tauchst du mit oder ohne Handschuhe?
  • ​Welchen Anspruch hast du an deine Fotos?  
  • ​Oder geht es dir vor allem um Videos?
  • ​Wie viel darf es kosten?
  • ​Wie groß und wie schwer darf die Ausrüstung sein?

Tauchtiefe

Deine Welt ist das Schnorcheln? Dann reicht ein Fotoapparat, der bis 5 Meter dichthält. Geht es tiefer hinunter, kommst du unter Umständen nicht um ein Unterwassergehäuse herum, da die meisten wasserdichten Kompaktkameras nur für ca. 15 Meter Wassertiefe ausgelegt sind. Es gibt jedoch einzelne, besonders druckfeste Modelle; so kann die Nikon Coolpix W300 bis auf 30 Meter, die Sealife Micro 2.0 sogar auf 60 Meter abtauchen. Jedoch bieten viele Hersteller von wasserdichten Kompaktkameras gar kein zusätzliches Tauchgehäuse an. Wenn du eine bis 15 Meter tauchfeste Kamera kaufst, aber Ambitionen für größere Tauchtiefen hast, solltest du also überprüfen, ob zu dem Fotoapparat überhaupt ein entsprechendes Gehäuse hergestellt wird. Löbliche Ausnahme ist die für 18 Meter ausgelegte Sealife DC2000, bei der standardmäßig ein Gehäuse für 60 Meter Tauchtiefe zum Lieferumfang gehört. Willst du dir ein Gehäuse dazukaufen, musst du mit Preisen von 200 Euro und deutlich darüber rechnen.

Mit den ActionCams sieht es ähnlich aus. Manche verfügen nur über einen Spritzwasserschutz und gehen generell nicht ohne tauchfestes Gehäuse baden, andere, wie die GoPro oder die Sony RX0, sind bis 10 Meter dicht. Für größere Tiefen brauchst du jedenfalls eine ActionCam mit Unterwassergehäuse, welches bei vielen Modellen bereits inklusive ist. Damit kommst du dann auch auf 50 oder 60 Meter.

Unterwassergehäuse für Digitalkameras werden aus Kunststoff oder aus Metall hergestellt. Kunststoffgehäuse ermöglichen Tauchtiefen bis zu 40 Meter, Metallgehäuse sogar bis zu 100 Meter. Jedoch reißt so ein Metallgehäuse ein richtig tiefes Loch in dein Budget. Am einfachsten und preiswertesten wäre es, deine schon vorhandene Kamera in einen Unterwasserbeutel zu stecken - jedoch reicht das höchstens zum Schnorcheln oder dem Fotoshooting im Swimmingpool.

Benutzerfreundlichkeit

Schnorchelst und tauchst du hauptsächlich in warmen Gewässern, oder bist du auf Tauchhandschuhe angewiesen? Wenn dir eine Point-And-Shoot-Kamera reicht, stellt sich die Frage vielleicht nicht. Spiegelreflexkameras bieten jedoch eine Menge Funktionen, für die du auch jede Menge Schalttasten drücken musst. Mit hochwertigen Kompaktkameras ist es ähnlich. Sie haben zwar weniger Bedienknöpfe, aber wenn du schon das Geld ausgeben willst, legst du sicher auch Wert auf eine hohe Bildqualität und wirst die Kamera darüber hinaus mit einem externen Blitzgerät koppeln wollen.

Schaue dir also vorher genau an, ob die Tasten und Wahlräder groß genug sind, um sie mit Tauchhandschuhen zu bedienen. Ansonsten hast du die Alternative, dir für die wasserdichte Kompaktkamera ein spezielles Unterwassergehäuse zuzulegen. Besonders die für ihre Qualität bekannten Hersteller wie Ikelite, Inon, Nauticam, Mangrove, ULCS oder Sea&Sea bieten Gehäuse, deren Tasten den Zugang zu allen wichtigen Funktionen der Kamera erlauben.

Achte außerdem auf ein ausreichend großes Display. Durch die Tauchmaske ist deine Sicht ohnehin schon eingeschränkt.

 

Bildstabilisator

Wasser hat eine Eigenschaft: es strömt. Besonders kleine und leichte Kameras sind ohne Stativ oder Schienensystem nicht mehr ruhig zu halten. Gute Bildstabilisatoren gleichen kleinste Bewegungen aus und reduzieren das Verwackeln von Fotos wie auch von Videoaufnahmen.

Das ist aber nur einer der Gründe, weswegen du auf einen leistungsfähigen Bildstabilisator achten solltest. Unter Wasser wirst du normalerweise versuchen, möglichst dicht an dein Fotomotiv heranzukommen. Aber manche Meeresbewohner sind scheu und lassen sich nur aus einer bestimmten Entfernung fotografieren. Doch je näher du zoomst, desto stärker übertragen sich kleinste Erschütterungen auf das Bild. In solchen Situationen wirst du dir einen Bildstabilisator wünschen.

Noch ein Beispiel

Wenn du nicht nur im Roten Meer tauchst, wirst du bald feststellen, dass sich das Licht in manchen Gewässern sehr schnell verliert. Durch eine längere Belichtungszeit kannst du das anfangs noch ausgleichen; aber belichtest du länger, verwackelt das Bild wiederum schneller. Gut, denkst du dir, dann mache ich eben die Blende auf; so bekomme ich auch mehr Licht auf den Sensor. Aber wenn du Weitwinkelfotografie magst und auch weiter entfernte Objekte klar und deutlich auf dein Bild bekommen willst, stößt du schnell an die technischen Grenzen. Ein guter Bildstabilisator bringt dir einige Blendenstufen und du kannst ohne Verwackeln länger belichten.

Generell empfiehlt es sich jedoch, ab 5 Meter Tauchtiefe einen Blitz oder eine andere Lichtquelle mitzunehmen. Damit wären wir schon beim nächsten Punkt:

Interner oder externer Blitz

Abhängig von der Tauchtiefe wirst du nicht um ein Blitzgerät umhinkommen, da es gegenüber einer Tauchlampe als Beleuchtungsquelle mehrere Vorteile bietet. Du kannst nicht nur überraschender agieren und hast weniger Gewicht zu tragen, sondern erzielst vor allem bessere Farben. Zudem arbeiten hochwertige Blitze schonender, da sich ihr Einstelllicht abdecken lässt und du somit die Tiere weniger erschreckst. Nicht zuletzt verminderst du durch die richtige Anwendung eines externen Blitzes die Abbildung von Schwebeteilchen. Hältst du hingegen frontal mit dem kameraeigenen Blitz auf dein Motiv, könnte das Ergebnis aussehen wie im Schneegestöber.

Welches Blitzgerät zu dir passt, hängt davon ab, welche Fotos du anstrebst. Mit einem externen Blitzgerät eröffnet sich dir die Welt der professionellen Fotografie, da sich die Bilder wesentlich schöner gestalten lassen und du auch aus größeren Entfernungen fotografieren kannst. Für den Anfang wird dir der interne Blitz deiner Kamera genügen. Spielst du jedoch mit dem Gedanken, deine Ausrüstung später einmal zu erweitern, solltest du von Anfang an auf Kompatibilität achten. Nicht alle Anschlüsse von Kamera, Gehäuse und Blitz vertragen sich miteinander.

Farbqualität

Je tiefer du tauchst, desto matter werden die Farben. Wenn deine Kamera das RAW-Format unterstützt, kannst du die Fotos später noch verlustfrei nachbearbeiten. Eine Kamera mit eingeschränkten Möglichkeiten zum Weißabgleich beschert dir nur eine blaue Suppe auf dem Foto - da lässt sich auch im Nachhinein kaum noch was regeln.

Wenn du richtig tief tauchst, hilft dir aber auch ein Weißabgleich nicht mehr. Hier kommst du nicht mehr um eine externe Lichtquelle herum.  

Akkulaufzeit

Besonders bei tiefen Tauchgängen kommt es auf einen starken Akku an, da du ein Blitzgerät benutzen wirst. Blitze fressen Akkukapazität! Außerdem: Wenn es kalt wird, machen Akkus schneller schlapp.

Zoom

​Kompaktkameras bieten zum Teil bemerkenswerte Zoom-Werte, jedoch wären kurze Brennweiten unter 35 mm wichtiger. Bei Kompaktkameras empfiehlt sich eine Anfangsbrennweite von 24 mm. Warum? Die unterschiedliche Lichtbrechung in Luft und Wasser ist schuld. In deiner Kamera befindet sich Luft, außerhalb des Gehäuses aber nicht mehr. Optisch entsteht dadurch eine Vergrößerung der Umgebung um circa 30 %. Die 24 mm wirken unter Wasser wie 32 mm. Profis bevorzugen auch deshalb Weitwinkelobjektive; ganz abgesehen davon, dass sich Unterwasserlandschaften damit am eindrucksvollsten darstellen lassen.