Tauchcomputer Vergleichstest

Immer auf Nummer sicher – auch unter Wasser

Bunte Unterwasserwelten entdecken und das mit größtmöglicher Sicherheit: Was für viele früher ein Traum war, machen moderne Tauchcomputer heute möglich. Die Auswahl an Geräten ist beeindruckend und mag für manchen Tauchneuling auf den ersten Blick unübersichtlich wirken. Wir helfen Ihnen, Licht ins Dunkel zu bringen und das richtige Gerät für Ihre Bedürfnisse zu finden – mit unserem Tauchcomputer-Test.

Top 3 im Tauchcomputer-Vergleich

Den richtigen Tauchcomputer ausfindig zu machen, ist aufgrund der Angebotsvielfalt für manchen eine Herausforderung. Mit unseren Top 3 Geräten möchten wir Ihnen direkt zu Beginn einen kleinen Überblick unserer Tauchcomputer-Empfehlungen geben. Eines vorab: Der finnische Hersteller Suunto hat uns mit seinem „ZOOP NOVO“ als Preis-/Leistungssieger überzeugt. Er bietet alles, was Anfänger und auch Fortgeschrittene für eine sichere Tauchkarriere benötigen.

Unser Qualitätssieger heißt „Giotto“. Dieser Premium-Tauchcomputer des italienischen Herstellers Cressi punktet mit dem Dual-Mix-RGBM-Algorithmus, der die Dekompressionsberechnung bei wiederholten Tauchgängen und bei der Verwendung von Gasgemischen noch sicherer macht.

Bester Tauchcomputer in unserem Vergleich: „Suunto ZOOP NOVO“ ist der klare Preis-/Leistungssieger und damit unsere Top-Empfehlung. Mit ihm sind Sie dank vieler Features auf der sicheren Seite und einem entspannten Tauchgang steht nichts mehr im Wege.

Preislich ist der „Mares Puck Pro Color“ unschlagbar. Passend für jeden Geldbeutel bietet er trotz des günstigen Anschaffungswerts sehr viele Funktionen. Damit geht er als unser Preissieger aus dem Rennen hervor.

Der passende Computer - individuell und bedürfnissorientiert

Tauchen macht süchtig – im positiven Sinne. Wer es einmal gewagt hat und Meter für Meter tiefer ins Meer gesunken ist, wird dorthin immer wieder zurückkehren wollen. Egal ob man vom roten Meer in Ägypten, oder von den Malediven schwärmt, diese Orte ziehen Taucher immer wieder magisch an. Und das nicht ohne Grund, denn das Erforschen unbekannter Unterwasserwelten übt eine unbestreitbare Faszination auf seine Besucher aus.

Doch bei aller Euphorie und Freude auf den nächsten Tauchgang, hat die Sicherheit oberste Priorität. Wer tief im Ozean unterwegs ist, braucht neben den Grundausrüstungen, wie einen Neoprenzanzug, einen zuverlässigen Partner – nicht nur in menschlicher, sondern ebenfalls in elektronischer Form. Diese Aufgabe übernehmen moderne Tauchcomputer nur allzu gerne. Sie protokollieren Ihren Tauchgang, haben alle wichtigen Informationen jederzeit parat und bewahren damit effektiv vor Desorientierung und der gefürchteten Dekompressionskrankheit.

An die Stelle von klobigen Kästen sind inzwischen schlankere Geräte getreten, die mit schickem Design punkten und oft auch an Land als „normale“ Armbanduhr einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Welcher Tauchcomputer der richtige für Sie ist, hängt von einigen Faktoren ab. In unseren folgenden Empfehlungen beleuchten wir die von uns ausgewählten Geräte individuell und orientiert an den verschiedenen Bedürfnissen der Anwender.

So werden auch Sie zum Experten

Wie auch Sie zum Tauchcomputer-Experten werden? Indem Sie diesen Artikel lesen, ist der erste wichtige Schritt getan. Denn wir haben uns für Sie intensiv mit den unterschiedlichen Modellen am Markt auseinandergesetzt, ausführlich recherchiert, individuelle Tauchbedürfnisse analysiert und darauf basierend eine Vorauswahl getroffen, die Sie in Ihrer Kaufentscheidung effektiv unterstützen wird.

Unsere Empfehlungen für Sie

Unser Qualitätssieger:
Tauchcomputer Cressi – Giotto Dual-Mix

Unser Qualitätssieger „Cressi Giotto“ verfügt über den neuen von Cressi in Zusammenarbeit mit Bruce Wienke entwickelten Dual-Mix-RGBM-Algorithmus. Dieser sorgt für die sichere Dekompressionsberechnung bei mehrtägigen Tauchgängen und kann auch mit zwei verschiedenen sauerstoffangereicherten Gasgemischen umgehen, die während des Tauchgangs ausgewählt werden können. Damit weist er gegenüber den anderen empfohlenen Geräten ein Alleinstellungsmerkmal auf, das besonders für fortgeschrittene Taucher interessant ist.

„Cressi Giotto“ bietet die Möglichkeit, nach einem Luft-Tauchgang einen Nitrox-Tauchgang durchzuführen – auch während der Entsättigungsphase. Das macht die Handhabung der Tauchgangsplanung flexibler, als es bei vielen anderen Modellen der Fall ist. Außerdem besitzt „Cressi Giotto“ einen Tiefenstopp-Modus, der bei Bedarf deaktiviert werden kann, was keine Selbstverständlichkeit ist.

Die integrierte Uhr mit Kalenderfunktion und die Tatsache, dass „Cressi Giotto“ in verschiedenen Farben erhältlich ist, macht dieses Modell zum schicken Begleiter. Die Speicherkapazität des Logbuchs ist mit 70 Stunden oder 60 Tauchgängen komfortabel groß und die vollständige Reset-Funktion macht auch die Nutzung des Tauchcomputers durch verschiedene Personen möglich.

Fazit: Der Tauchcomputer „Giotto“ von Cressi ist für fortgeschrittene Taucher eine gute Wahl. Doch auch ambitionierte Anfänger, die in ihrer Tauchkarriere noch einiges vorhaben, machen mit unserem Qualitätssieger alles richtig. Jedoch sollte die Anschaffung einer Schnittstelle für die Datenübertragung auf den PC, wie auch bei allen anderen Modellen (außer „I750“ von AquaLung), bei Bedarf mit einkalkuliert werden.

Qualitätssieger

Die Vorteile im Überblick:

+ neuer Dual-Mix-RGBM-Algorithmus
+ Tiefenstopps (deaktivierbar)
+ flexible Tauchgangsplanung
+ Nitrox-Modus bis zu einem Mix von 99 %
+ akustische und optische Alarmmeldungen
+ große Speicherkapazität der Logfiles
+ vollständige Reset-Funktion
+ Batterie in Eigenregie wechselbar
+ inkl. Displayschutz

Die Nachteile im Überblick:

- Kabel zur Übertragung der Logfiles auf den Computer nicht im Lieferumfang enthalten

Unsere Kaufempfehlung:
Tauchcomputer Suunto - ZOOP NOVO

Der „ZOOP NOVO“ von Suunto ist der Preis-/Leistungssieger unseres Vergleichs. Er bietet für Anfänger ebenso wie für Fortgeschrittene beinahe alles, was das (Taucher)Herz begehrt. Insbesondere, wenn Sie Wert auf die Möglichkeit des Apnoe-Tauchens (Freitauchen) legen, sind Sie mit diesem Gerät bestens bedient.

Ein schöner Bonus ist auch die doppelte Lichtquelle, die mit einer Hintergrundbeleuchtung plus zusätzlicher Phosphoreszenz auch bei Dunkelheit für ausreichende Sicht sorgt.

Mit der erweiterten Tauchgangsplanung können die Pausen an der Wasseroberfläche sicher geplant werden – ein Feature, das weder der „Giotto“ noch der „Puck Pro Color“ bieten. Während des Tauchgangs sorgt – wie auch beim „Giotto“ – ein akustischer Alarm für zusätzliche Sicherheit. Einen Tiefenstopp-Modus sucht man beim „ZOOP NOVO“ hingegen leider vergebens.

Fazit: Gute Qualität, viele Funktionen und das alles zu einem vernünftigen Preis – der „ZOOP NOVO“ macht’s wahr. Wer hier zugreift, ist auf der sicheren Seite.

Kaufempfehlung

Die Vorteile im Überblick:

+ integrierte Stoppuhr
+ erweiterte Tauchgangsplanung
+ akustischer Tiefen- und Tauchzeitalarm
+ Wecker
+ Durchschnittstiefe
+ Anzeige eines Tiefenprofils des Tauchgangs im Logbuch
+ Apnoe-Modus (Freitauchgänge)
+ Doppelte Beleuchtung

Die Nachteile im Überblick:

- kein Tiefenstopp
- Kabel zur Übertragung der Logfiles auf den Computer nicht im Lieferumfang enthalten

Unser Preissieger:
Mares Tauchcomputer – Puck Pro Color

Wer einen schmalen Geldbeutel sein Eigen nennt und trotzdem von einem Tauchcomputer träumt, dem sei unser Preissieger „Puck Pro Color“ an Herz gelegt. Es gibt ihn – ebenso wie die anderen beiden Kandidaten unserer Top 3 – in verschiedenen Farben. Das Display ist ausreichend groß. Die Bedienung präsentiert sich übersichtlich und intuitiv, ohne viel Schnickschnack, was vor allem Anfänger mit wenig Routine freuen dürfte.

Doch auch für Fortgeschrittene gibt es Pluspunkte wie beispielsweise den Nitrox-Modus, der ein Mischverhältnis von bis zu 50 % handeln kann. Oder die Einstellung von Tiefenstopps, welche sich bei der „Puck Pro Color“ – im Gegensatz zum Cressi Giotto“ – allerdings nicht deaktivieren lässt.

Fazit: Angesiedelt im unteren Bereich des Mittelpreissegments ist der „Puck Pro Color“ von Mares trotz einiger Abstriche ein solider Tauchcomputer, der gerade für Anfänger durchaus empfehlenswert ist.

Preissieger

Die Vorteile im Überblick:

+ übersichtlich für Anfänger durch Einknopf-Bedienung
+ Tiefenstopps
+ Nitrox-Modus bis zu einem Mix von 50 %
+ Anzeige der Durchschnittstiefe schon während des Tauchgangs (nicht nur im Logfile)

Die Nachteile im Überblick:

- Tiefenstopps nicht deaktivierbar
- keinen akustischen Tiefen- oder Tauchzeitalarm
- Kabel zur Übertragung der Logfiles auf den Computer nicht im Lieferumfang enthalten

Tauchcomputer: mehr Komfort, mehr Sicherheit

Ja, es geht auch ohne Tauchcomputer – nur weniger entspannt. Warum auf einen Helfer verzichten, der das (Tauch)Leben komfortabler und sicherer gestaltet? Haben Sie den richtigen Tauchcomputer für sich gefunden, ist er ein treuer Begleiter unter Wasser, der Ihnen ständig die wichtigsten Informationen übermittelt.

Dekompressionskrankheit – ein Relikt der Vergangenheit?

Durch die Nutzung von modernen Tauchcomputern wird die Gefahr der gefürchteten Dekompressionskrankheit tatsächlich erheblich reduziert, da alle benötigten Daten in Echtzeit zur Verfügung stehen. Dies setzt jedoch den korrekten Umgang mit dem Gerät voraus. Es ist essentiell, dass Sie sich mit dem Gerät im Detail vertraut machen und die technische Wartung regelmäßig durchführen lassen.

Tauchcomputer luftintegriert: relaxter Tauchgang inklusive

Luftintegrierte Tauchcomputer zeigen zusätzlich die verbleibende Luft in Ihrer Sauerstoffflasche an. Dies erfolgt entweder über eine physische Verbindung in Form eines Schlauchs zwischen Tauchcomputer (Konsole) und der Flasche oder drahtlos über einen Sender. Das Plus an Zusatzinformation ist grundsätzlich eine gute Sache, doch haben beide luftintegrierten Varianten auch ihre Nachteile.

Im Falle der Schlauchverbindung kommt als Tauchcomputer nur ein Konsolen-Modell in Frage – dies schränkt die Auswahl an Artikeln erheblich ein und birgt einige zusätzliche Risiken, auf die wir etwas später noch einmal zurückkommen. Ein Sender hat dieses Problem zwar nicht, jedoch ist es ein zusätzliches Gerät, das Batterien benötigt und für technische Störungen sorgen kann. Auch muss sichergestellt werden, dass der Sender wirklich mit der eigenen Flasche verbunden ist und nicht die eines anderen Tauchers überwacht.

Das Preisniveau luftintegrierter Tauchcomputer liegt meist um einiges höher als bei vergleichbaren Modellen, die diese Zusatzfunktion nicht besitzen. Ob dies den Mehrwert einer Sauerstoffüberwachung neben den sowieso vorhandenen Informationen zu Nullzeit, Tiefe und Tauchzeit rechtfertigt, ist fraglich.

Tauchcomputer mit Kompass: immer auf dem richtigen Weg

Ist man in fremden Gefilden unterwegs, im Wasser oder an Land, bewahrt ein Kompass vor Orientierungslosigkeit und vor falschen Richtungsentscheidungen. In Tauchcomputern, die am Handgelenk getragen werden, ist dieser meist nicht enthalten – das bedeutet jedoch nicht, dass es keine Möglichkeit zur Nachrüstung gibt.

Ein Unterwasserkompass gibt es, ebenfalls wie Tauchcomputer, in der Handgelenk-Variante. Er wird in diesem Fall wie eine Uhr getragen. Eine weitere Option ist ein Gerät mit Retraktor, das an der Tauchkleidung befestigt wird, und bei Bedarf konsultiert werden kann. Eine sinnvolle Sache, da ein Kompass – im Gegensatz zum Tauchcomputer – nicht ständig im Blick sein muss.

Die Basis eines Tauchcomputers: Grundfunktionen

Es gibt einige Grundfunktionen, über die jeder moderne Tauchcomputer verfügen sollte und die die Basis für einen sicheren Tauchgang bilden.

Da wäre zum einen die Nullzeitanzeige. Sie ist quasi das Herzstück des Tauchcomputers, denn sie gibt an, wie lange Sie noch gefahrlos auf der aktuellen Tiefe bleiben können. Diese Nullzeit (Grundzeit) ist in Minuten angegeben und sollte auf dem Display klar und deutlich sichtbar sein. Der Computer errechnet diesen Wert aus der Tauchzeit und der Tauchtiefe, die ebenfalls auf einen Blick abzulesen sein sollten. Bei einigen Modellen kann man zusätzlich eine akustische Warnung bei Erreichung der maximal eingestellten Tiefe und Tauchzeit aktivieren.

Eine weitere Grundfunktion, die heutzutage viele Geräte besitzen, ist der Nitrox-Modus. Erhöhen Sie den Sauerstoffanteil der Luft in Ihrer Flasche, verringert sich entsprechend der Stickstoffanteil, wodurch die Nullzeit verlängert wird. Um die neue Nullzeit korrekt zu berechnen, muss der Tauchcomputer mit einem Nitrox-Modus ausgestattet sein. Die meisten Tauchcomputer können ein Mischverhältnis von maximal 40 – 50 Prozent berechnen, was für den Sporttauchbereich absolut ausreichend ist. Unser Qualitätssieger „Giotto“ kommt sogar auf 99 Prozent.

Sicherheitsstopps beim Aufstieg verringern das Risiko einer Dekompressionskrankheit signifikant. Alle vorgestellten Geräte besitzen eine Funktion, die Sie bei der Einhaltung dieses Sicherheitsaspekts unterstützt. Die Warnung bei zu schneller Aufstiegsgeschwindigkeit ist ebenfalls ein Faktor, den die meisten Tauchcomputer bieten. Lediglich in der Empfindlichkeit des Alarms unterscheiden sich die Modelle.

Dass Sie nach einem Tauchgang aufgrund des Umgebungsdrucks nicht direkt in den Flieger steigen dürfen, ist allgemein bekannt. Der Tauchcomputer informiert über die Flugverbotszeit und gibt an, ab wann der Aufstieg in die Luft wieder gefahrlos möglich ist.

Zusatzfeatures gefällig?

Worin unterscheiden Tauchcomputer sich abseits der notwendigen Grundfunktionen? Zum Beispiel in der Größe der Anzeige und des Displays (besonders breit und übersichtlich beim „Mares Nemo Wide“) sowie in der Anzeigendauer, bevor die Oberfläche in den Energiesparmodus schaltet. Außerdem bieten einige Modelle neben Sicherheitsstopps zusätzliche Tiefenstopps an oder berechnen die Durchschnittstiefe eines Tauchgangs.

Bei einigen Geräten lassen sich unterschiedliche Alarme zu verschiedenen Funktionen einstellen. Manche wiederrum punkten mit ausführlichen Logbucheinträgen, einer erweiterten Tauchplanung wie beim Suunto „ZOOP NOVO“ (mit der Oberflächenpausen einkalkuliert werden können), einem Tauchgangssimulator oder doppelter Beleuchtung (Licht und Phosphor).

Wichtige Fragen in Sachen Kaufentscheidung

Der Preis ist heiß

Lohnt sich die Anschaffung eines eigenen Tauchcomputers in finanzieller Hinsicht? Wenn Sie Ihre Liebe zum Tauchen entdeckt haben auf jeden Fall. Selbst wenn Sie Ihrem Hobby nur im Urlaub frönen, macht der Kauf sich bereits nach einigen Tauchgängen bezahlt. Denn der Tauchcomputer ist ein teurer Teil der Leihausrüstung.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Kauf?

Kurze Antwort: so früh wie möglich. Zwar haben moderne Tauchcomputer meist alle die benötigten Grundfunktionen, doch gibt es von Modell zu Modell Unterschiede in der Bedienung, Benutzeroberfläche und im Anzeigeverhalten. Haben Sie es von Urlaub zu Urlaub mit anderen Leihgeräten zu tun, müssen Sie sich immer wieder auf diese neuen Gegebenheiten einstellen. Gerade als Tauchanfänger kann dies unter Wasser, in ungewohnter und fremder Umgebung, verwirren und verunsichern.

Ein eigner Tauchcomputer, mit dem Sie sich eingehend beschäftigt haben, bringt Sicherheit und Vertrauen. Und wenn sich nach einigen Tauchgängen herausstellt, dass Sie den Sport doch nicht weiterverfolgen möchten, lassen sich wenig benutzte Geräte mit geringen Verlusten problemlos weiterverkaufen.

Als Anfänger schon an die nächste Stufe denken?

Ob Sie sich von Anfang an für den Kauf eines Geräts mit zusätzlichen Features entscheiden, die Ihnen später als fortgeschrittener Taucher von Vorteil sein können, hängt von Ihren Vorlieben ab. Einige sehen ihren Tauchcomputer als treuen Begleiter in allen (Wasser)Lagen, für andere ist es ein Nutzgegenstand, der gerne auch einmal ausgetauscht werden darf, wenn der Fortschritt es verlangt. Beide Herangehensweisen haben ihre Berechtigung. Für welche Sie sich letztlich entscheiden, liegt in Ihrem Ermessen.

Variantenvielfalt: Tauchcomputer Uhrenformat oder Konsole?

Wie auch bei Taucherbrillen, gibt es bei Tauchcomputern eine große Vielfalt an unterschiedlichen Modellen. Die meisten Tauchcomputer werden heutzutage wie eine Armbanduhr am Handgelenk getragen. Alternativ gibt es noch die – früher üblichen – Konsolen. Der Vorteil einer Konsole liegt in seinem All-in-one-Konzept: Alle nötigen Informationen inklusive Luftverbrauch und Kompass sind hier in einem Gerät vereint. Meist sind sie jedoch größer und schwerer, was den Komfort beeinträchtigt. Zwar können Sie die Konsole an einem Retraktor an der Tauchkleidung befestigen, doch bringt das einige Nachteile mit sich.

Die Positionierung der Konsole erfolgt zwangsläufig an einer Stelle am Körper, die Sie (im Gegensatz zu Ihrem Handgelenk) nicht ständig im Blick haben. Das Ablesen der Daten wird mühsamer, da mehr Bewegung nötig ist, als eine einfache Drehung des Arms. Dadurch schaut man automatisch weniger drauf oder man muss sich sehr disziplinieren und immer wieder daran erinnern – was den Kopf zusätzlich beschäftigt und nicht gerade zur Entspannung beiträgt. Auch beim Auftauchen – wobei Sie nach oben schauen sollten, um eine Verengung der Atemwege zu vermeiden – wird die Kontrolle der Aufstiegsgeschwindigkeit zusätzlich erschwert.

Bei luftintegrierten Tauchcomputern, die über einen Schlauch mit Ihrer Sauerstoffflasche verbunden sind, führt an einer Konsole allerdings kein Weg vorbei.

Weitere empfehlenswerte Modelle – für jeden Bedarf die richtige Lösung

Sale
Cressi Leonardo - Premium Tauchcomputer
Der Tauchcomputer „Leonardo“ von Cressi ist der „kleine Bruder“ unseres Qualitätssiegers „Giotto“. Im Aufbau und der Bedienbarkeit sind die Geschwister sich recht ähnlich, der wohl größte Unterschied liegt im Nitrox-Modus. Wartet der „Giotto“ hier mit der Berechnung eines Mischverhältnisses von 99 Prozent aus, ist es bei „Leonardo“ nur der Standardwert von 50 Prozent. Außerdem erfolgt die Bedienung beim „Leonardo“ über einen einzelnen Knopf, beim „Giotto“ stehen drei zur Verfügung. Die Einknopf-Bedienung mag zwar übersichtlicher sein, jedoch muss man sich dafür durch das ganze Menü klicken, wenn man aus Versehen einmal zu schnell gedrückt hat.
Scubapro Chromis (inkl. Freitauchmodus)
„Chromis“ von Scubapro besitzt für alle Apnoe-Fans, wie auch unsere Top-Empfehlung „ZOOP NOVO“, einen Freitauchmodus, bei dem Sie ohne Sauerstoffflasche abtauchen können und trotzdem auf der sicheren Seite sind. Er verfügt außerdem – auch außerhalb des Wassers – über eine Temperatur und Höhenprofilmessung, was ihn auch für Wanderungen praktikabel macht. Ebenso kann er als Flossenschlagszähler eingesetzt werden und verfügt über eine erweiterte Tauchplanung. „Chromis“ ist zudem weniger klobig als andere Tauchcomputer und kann somit auch als Armbanduhr getragen werden.
Sale
Mares Dive Computer Nemo Wide Tauchcomputer
„Nemo Wide“ von Mares besticht vor allen Dingen durch sein breites Display und die großen Tasten. Nicht nur für ältere Taucher ist er durch die hervorragende Ablesbarkeit der Daten besonders gut geeignet, sondern für alle, die unter einer Sehschwäche leiden. Auch mit dickeren Handschuhen ist dieser Computer sehr gut zu bedienen. Ansonsten ist er unserem Preissieger „Puck Pro Color“ – ebenfalls der Marke Mares – im Leistungsumfang recht ähnlich.
Sale
Mares Puck AIR – luftintegrierter Tauchcomputer mit Kompass (Schlauchmodell)
Bei dem Mares „Puck AIR“ Tauchcomputer handelt es sich um ein luftintegriertes Konsolen-Modell inklusive eingebautem Kompass. Die Verbindung zur Flasche erfolgt über einen Schlauch – eine Variante die, wie eben schon beleuchtet, Vor- aber auch Nachteile bringt. Viele Funktionen inkl. Luftüberwachung und Kompass sind in einem Gerät vereint. Der Preis ist dagegen, im Vergleich zu unseren Top-3-Empfehlungen, hoch.
AquaLung I750 luftintegrierter Tauchcomputer mit Sender
Noch teurer wird es bei der luftintegrierten Tauchcomputer-Armbanduhr mit Drahtlosverbindung und Sender. Dafür treffen hier hochentwickelte Technologie, einfach zu bedienende Interface und viele gut durchdachte Funktionen aufeinander. Die AquaLung I750 verfügt über ein klares Farbdisplay sowie einen integrierten 3-Achsen-Kompass. Außerdem lassen sich Ihre Tauchdaten durch eine Bluetooth Smart-Schnittstelle innerhalb von Sekunden auf ein mobiles Endgerät übertragen und mit Freunden teilen. Fazit: teuer, aber sehr hochwertig.

Tauchcomputer-Zubehör: Schutz, Wartung und Weiterbildung

Bei den meisten Modellen kann der Nutzer die schwache Batterie selbst ersetzen und muss seinen Tauchcomputer für diesen Vorgang nicht extra in die Hände eines Experten geben. Hier ist es ratsam, sich rechtzeitig um die Beschaffung einer Ersatzbatterie zu kümmern, um sie im Fall der Fälle sofort griffbereit zu haben. Für die auf dieser Seite vorgestellten Geräte kommen beispielsweise folgende Kits infrage:

Suunto Batteriekit für Vyper, Gekko, Zoop, Cobra, Vytec

Cressi Batterie Kit Leonardo/Giotto

Batterie Kit für Mares Puck

Batterie Kit für Mares Smart​​​​​

Batterie Kit für Nemo Wide

Damit Ihre wertvolle Tauchuhr nicht zerkratzt oder anderweitigen Risiken durch äußere Einflüsse schutzlos ausgeliefert ist, bietet sich die Aufbewahrung in einer passenden Transportbox an. Diese sollte für die komfortable Bedienung möglichst mit einem Reißverschluss ausgestattet sein und natürlich aus einem stoßfesten Material bestehen. Die „Best divers Oyster Box“ bietet mit einem Durchmesser von 10 x 7 Zentimetern ausreichend Platz für die meisten (am Arm zu tragenden) Tauchcomputer ebenso wie auch für kleine Unterwasserkameras.

Box für (Tauch)Uhren und Kameras von Best divers

Damit das Display auch außerhalb der Aufbewahrungsbox während seines Einsatzes sicher vor (zumindest oberflächlichen) Beschädigungen ist, sollten Sie über einen speziellen Displayschutz für Ihr Markengerät nachdenken. Gerade bei Tauchcomputern kann ein Kratzer an der falschen Stelle fatale Auswirkungen haben, wenn die Informationen unter Wasser nicht mehr hundertprozentig abgelesen werden können, weil eine Schramme die Sicht einschränkt.

Displayschutz für Tauchcomputer
Cressi Giotto

Displayschutz für Tauchcomputer
Suunto Zoop

Displayschutz für Tauchcomputer
Mares Puck von Savvies

Displayschutz für Tauchcomputer
Cressi Leonardo

Displayschutz für Tauchcomputer
Scubaro Chromis

Displayschutz für Tauchcomputer
Mares Smart von Savvies

Displayschutz für Tauchcomputer
Mares Nemo Wide von Savvies

Displayschutz für Tauchcomputer
Mares Puck Air von Savvies

Hat Ihr Tauchcomputer der Wahl keinen integrierten Kompass? Dies ist bei den meisten Varianten in Uhrenform der Fall. Doch auch hierfür gibt es eine Lösung, denn eine klare Orientierung in der Tiefe bringt nicht nur Sicherheit, sondern kann in gewissen Situationen gar lebenswichtig werden. Hier leistet ein externer Tauchkompass gute Dienste. Eine kleine Auswahl unserer Favoriten:

SUUNTO Kompass SK-8
(Uhrenform)

Scubapro Kompass FS-2
(Clipkonsole mit Retraktor)

Wenn Sie sich speziell für das voll im Trend liegende und beinahe schon meditative Freediving interessieren, sei Ihnen das Sachbuch von Freediving Weltrekordhalter Nik Linder und dem Botschafter der Ozeane Phil Simha ans Herz gelegt. Es liefert lesenswerte Einblicke in die Welt des Apnoe-Tauchens.

Apnoe:
Techniken, Geheimnisse und Lifestyle des Freediving

Lange Freude dank richtiger Pflege

Bei allen technischen Geräten steht die richtige Handhabung und Pflege an oberster Stelle – erst recht bei Tauchcomputern, denen wir schließlich unsere Gesundheit anvertrauen. Welche Punkte gilt es also zu beachten, damit deren Funktionsfähigkeit lange erhalten bleibt und uns sicher durch das kühle Nass leitet?

Reinigung / Spülung

Im Wasser befinden sich Sand, Salzkristalle und viele weitere Partikelchen. Diese können die Drucksensoren Ihres Tauchcomputers verstopfen und in undicht machen. Deshalb sollte das Gerät nach jedem Tauchgang gründlich gespült werden – am besten direkt unterwegs, wenn das nicht möglich ist, auf jeden Fall sofort bei der Rückkehr an Land beziehungsweise ins Tauchlager.

Leicht fließendes oder stehendes (sauberes!) Süßwasser eignet sich hierfür am besten. Vermeiden Sie einen zu starken Wasserstrahl, da so Verunreinigungen ungewollt in die Zwischenräume des Computers gepresst werden können. Ein feuchtes Tuch oder eine weiche Zahnbürste können die Reinigung vorsichtig unterstützen.

Die richtige Aufbewahrung

Ihr Tauchcomputer möchte vorsichtig behandelt und vor Stößen und anderen Risiken geschützt werden. Wie im Abschnitt „Tauchcomputer-Zubehör“ bereits erwähnt, eigenen sich hierfür Case Shells mit fester Oberfläche sehr gut. Hiermit hat Ihr Gerät sogar die Chance, den ein oder anderen Sturz aufgrund von unbedachter Handhabung unbeschadet zu überstehen.

Tauchcomputer sollten bei Nichtgebrauch grundsätzlich trocken lagern – wenn möglich auch zwischen einzelnen Tauchgängen. Viele Geräte schalten dann automatisch in den Batteriesparmodus, was kostbare Energie sichert.

Das Elektronik und Hitze sich nicht gut vertragen, ist allgemein bekannt. Deshalb setzen Sie Ihren Tauchcomputer keiner prallen Sonne aus und lassen ihn nicht im aufgeheizten Auto liegen. Auch die Dichtungsringe werden es Ihnen danken.

Batteriecheck/-wechsel

Überprüfen Sie den Batteriestatus sorgfältig und halten Ihren Tauchcomputer damit allzeit einsatzbereit. Ein frühzeitiger Batteriewechsel zahlt sich aus, denn so entfällt die Sorge, dies während des Urlaubes – ggfs. unter wenig idealen Bedingungen – erledigen zu müssen. Wer vorsorgt, kann sich umso entspannter zurücklehnen und die freie Zeit genießen.

Um Sand und Schmutz im Batteriefach zu vermeiden, führen Sie den Wechsel am besten mit gewaschenen Händen in sauberer und windstiller Umgebung durch. Ein wenig Silikonfett für den O-Ring darf es sein – hier ist jedoch weniger mehr, da ein Zuviel dazu führt, dass das Fach undicht werden und Wasser eindringen kann.

Wartung

Hier spielt nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Garantie eine Rolle. Einige Hersteller machen diese von der regelmäßigen Wartung durch einen Fachmann abhängig. Alle zwei Jahre oder nach spätestens 200 Tauchgängen sollte der Tiefenmesser von einem Experten jedoch unabhängig davon auf jeden Fall überprüft und kalibriert werden.

Weitere Tipps zum Umgang mit dem Tauchcomputer

Ab ins Handgepäck

Beim Tauchurlaub ist der Tauchcomputer ein essentielles Basic. Deshalb ist das Interesse natürlich groß, dass es am Ferienort unbeschadet ankommt. Im Handgepäck ist es dementsprechend am besten aufgehoben. Hier haben Sie es immer im Blick, außerdem sind die Temperatur- und Druckunterschiede in der Flugzeugkabine meist geringer als im Frachtraum. Und der Gefahr, mit einem abhandengekommenen Koffer auch die Tauchuhr erst Tage später wiederzusehen, ist damit ebenfalls gebannt.

Sicher ist sicher

Ist Ihr letzter Tauchgang schon etwas länger her? Dann macht ein Testdurchlauf vor der nächsten Benutzung in „freier Wildbahn“ durchaus Sinn, um die volle Funktionsfähigkeit des Geräts zu gewährleisten. Checken Sie die Batterie, halten Sie den Computer unter Wasser und prüfen die Funktionen. Doch Vorsicht: Manche Modelle lassen sich erst ab einer gewissen Tiefe (die ein Waschbecken und eine Badewanne definitiv übersteigt) in den Tauchmodus schalten.

Nicht ohne meinen Tauchcomputer

Ein Tauchcomputer, der Ihren individuellen Tauchbedürfnissen entspricht, macht das Leben um einiges leichter und komfortabler. In erhöhte Sicherheit investiertes Geld ist immer gut angelegt und zahlt sich in kürzester Zeit in ein Mehr an Entspannung aus. Und das ist es doch, was wir im Urlaub möchten: sicheren Spaß und relaxte Stunden in einer faszinierenden Unterwasserwelt. Wer diese faszinierende Welt auf Kamera festhalten will, liest am besten direkt bei unserem Artikel zu Unterwasserkameras weiter.