Cenoten-Tauchen in Mexiko

​Sind Sie bereit für Ihr nächstes Tauchabenteuer der Extraklasse? Wie wäre es mit Höhlentauchen in Mexiko? Die mexikanischen Bundesstaaten Quintana Roo und Yucatán verfügen nicht nur über kristallklares, türkisfarbenes Wasser an Karibikküste, sondern exakt diese Halbinsel, die in den Golf von Mexiko hereinragt, ist zudem auch von Cenotes durchzogen. Die schönsten Cenotes befinden sich in der Nähe der Städte Tulum, Valladolid und Mérida.

Was ist eine Cenote?

Bei einer Cenote (Singular) handelt es sich um einen Unterwasser-See. Der Begriff stammt von den Maya, er ist die spanische Version des Maya-Wortes t’z oo not, was so viel wie heiliger Brunnen bedeutet. Selbst die Maya waren damals schon magisch von den Cenotes (spanischer Plural) angezogen: Sie nutzten diese speziellen Orte als Opferstätten, da sie sich die Höhlen in ihrer Mythologie als Tore zur parallelen Unterwelt Xibalba, dem Ort der Angst voller Götter, Geister und Dämonen, vorstellten. Auf der karibischen Halbinsel gibt es mehr als 1.000 Cenotes. Sie können zwischen 15 und über 100 Meter tief sein.

Wie sind diese Wunderwerke der Natur entstanden?

Die Cenotes sind in Karstgebieten entstanden, wenn die Decken der Kalksteinhöhlen eingestürzt sind, haben sich Höhlen gebildet. Bei einigen Cenotes ist auch die Decke der Höhle eingebrochen, so dass man durch eine Tagöffnung in die Cenote hineinschauen kann und Tageslicht ins Innere dringt. Manche Höhlen haben sich mit Regenwasser gefüllt, andere reichen bis zum Grundwasserspiegel und haben sich so mit Süßwasser gefüllt.

Mexiko

Das welweit größte Unterwasser-Höhlenlabyrinth

So sind gigantische, unterirdische Wasserläufe entstanden, die oft sogar miteinander verbunden sind. Seit einigen Jahren wird das bizarre Höhlennetzwerk bereits systematisch erforscht. Schon länger wurde vermutet, dass sich in Yucatán das größte Unterwasserhöhlensystem der Welt befindet und nun haben wir Gewissheit: Im Januar dieses Jahres hatte eine Gruppe von Tauchern eine 347 Kilometer lange Unterwasserhöhle auf der Yucatán-Halbinsel entdeckt, die das größte Unterwasserhöhlensystem der Welt darstellt. Könntest du dir vorstellen, einen Tauchgang in diesem spekatukulären Höhlensystem zu wagen?

Maya

Der Unterwassersee der Cenotes lädt für ganz besondere Tauchabenteuer ein!

Die Cenotes befinden sich entlang der Riviera Maya und bieten abenteuerlustigen Urlaubern einen ganz besonderen Rückzugsort an, da man sich in ihrem Inneren nicht nur abseilen lassen, sondern auch schwimmen, schnorcheln und sogar tauchen kann.

Ein Tauchgang in den Cenotes ist eine atemberaubende Erfahrung: Die Tagöffnungen sorgen dafür, dass Licht in die unterirdischen Wasserläufe eintritt und man beim Tauchen phänomenale Lichtspiele im kristallklaren Wasser beobachten kann. Währenddessen befindest du dich in sagenhaften Höhlenformationen, die du bestaunen kann. Cenotes sind ein außergewöhnlicher Tauchplatz, die bisher nur von wenigen Tauchern besucht wurden. Sie haben deshalb etwas Unberührtes, etwas Spektakuläres an sich. Beim Cenoten-Tauchen erleben Sie einen Grotten-Tauchgang der Extraklasse!

Das Abenteuer beginnt ganz klar schon mit der Anreise, da der Zugang zu vielen Cenotes nicht so einfach mit dem Auto erreichbar ist. Manchmal kann der Eingang nur mit Mountainbikes, zu Fuß durch den Dschungel oder auf Pferdekutschen den alten Kolonial-Bahngleisen entlang erreicht werden.

Schon wegen dieser ereignisreichen Anreise ist der Besuch einer Cenote alle Mühen wert, denn so kannst du eine der schönsten und versteckesten Badestellen mit deinen eigenen Augen sehen. Und zwar befindet sich diese in einem unterirdischen See. Hier erwarten dich kristallklares Süßwasser, zahllose Fischschwärme – Dinge, die das Herz eines jeden Tauchers höherschlagen lassen.

Cenoten-Tauchen in Mexiko


Wie ist das Taucherlebnis?

Nicht nur auf die Mayas, auch auf die Taucher haben die Cenotes eine sehr besondere Anziehungskraft. Die unterirdischen Seen, die durch kilometerlange Höhlensysteme verbunden sind, locken immer mehr begeisterte Taucher an.

Eines ist sicher

Die Cenotes bieten dir einen magischen Tauchgang!

Was kann man sehen?

In den Cenotes ist dir eine hohe Sichtweite garantiert. Sie reicht von mehr als 200 Fuß, also 60 Metern. Es kommt dir vor, als würdest du durch eine Höhlenlandschaft schweben, wobei man hier eher von Grotten sprechen sollte. Denn hier liegt der feine Unterscheid: Sobald es sich um Höhlentauchen handelt, gelten strengere Voraussetzungen für die Taucher.

Deine Taucherfahrung in den Cenotes wird einmalig sein! Du siehst, wie die Sonnenstrahlen durch die Höhlenöffnungen scheinen, was für magische Lichteffekte in der Cenote selbst sorgt. Außerdem wirst du die sogenannten Halokline sehen. Hierbei handelt es sich um die Übergangszonen zwischen Salz- und Süßwasser. Die Wasserschichten mischen sich aufgrund ihres unterschiedlichen Salzgehaltes nicht, so dass die weniger salzhaltigen Schichten auf den salzhaltigeren aufschwimmen.

In den Grotten erwarten dich zudem beeindruckende Fels-Anordnungen und Kalksteinformationen: Es gibt Stalakiten- und Stalagmitenformationen, wie du sie aus Tropfsteinhöhlen kennst. Während der Stalakit ein von der Decke hängender Tropfstein ist, wächst ihm der Stalagmit als Gegenstück von dem Boden aus entgegen. Dies ist eine völlig andere Unterwasserwelt, die sich vermutlich von allem unterscheidet, was du bisher gesehen und erlebt hast.

Was muss man beachten?

Die Forscher, die durch die Höhlensysteme getaucht sind, um das Unterwasserlabyrinth zu erforschen, sind natürlich sehr gut ausgerüstet und führen eine ganz besondere Mischung aus Sauerstoff, Stickstoff und Helium mit. Nur so kann sicher gestellt werden, dass sie durch das kilometerlange Höhlensystem auch hindurch tauchen können. Schließlich ist in diesem Fall ein schnelles Aufsteigen nicht möglich: Über dem Kopf befindet sich Fels!

Wenn du als Freizeit- und Sporttaucher die Cenotes kennen lernen möchtest, dann sieht das anders aus: Viele Tauchschulen führen dich nur in die Grotten, nicht in die Höhlen. Sobald es sich um Tauchgänge bei totaler Dunkelheit und größeren Entfernungen zur nächsten Oberfläche handelt, spricht man vom Höhlentauchen. Dies ist nur mit spezieller Höhlentauchausbildung sowie bestimmtem Equipment möglich.

Beim Tauchen durch die Grotten sieht es anders aus: Hier ist stets Zugang zur Wasseroberfläche gegeben. Dieser Nahbereich der Cenotes wird als Tageslichtbereich bezeichnet. Die maximale Entfernung zur nächsten Oberfläche darf nicht mehr als 60 Meter in der Länge – keine Sorge, nicht in der Tiefe! – betragen. Die Grottenbereiche sind sehr offene, weite Räume mit kristallklarem Wasser und permanenten Führungsleinen.

Aus diesem Grund können die Grotten von jedem Taucher mit normaler Ausrüstung und guter Tarierungskontrolle aufgesucht werden. Du brauchst also keine speziellen Vorkenntnisse für einen Tauchgang in der magischen Welt der Cenotes. Es reicht vollkommen aus, wenn du einen Tauch-Grundschein wie den PADI-Open Water Diver oder ein SSI-Zertifikat besitzt und Taucherfahrung mitbringst. Dies macht es möglich, dass du die einmalige Unterwasserwelt erkunden darfst!

Und, wo darf’s als nächstes hingehen?

Wenn du also dabei bist, dein nächstes Tauchabenteuer zu planen, sollte Mexiko ganz oben auf deiner Liste stehen! Auf der karibischen Halbinsel Yucatán erwarten dich nicht nur bezaubernde Tauchabenteuer in der türkisfarbenen Karibik, sondern du kannst darüber hinaus auch das weltweit einmalige vernetzte, unterirdische Flusssystem erkunden. Tauche ab in eine ganz mystische Stätte der Mayas, einer längst vergangenen Kultur, und gehe auf eine ganz besondere Erkundungstour, die du so schnell nicht mehr vergessen wirst!

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