Hans Hass - der Mann, der das Meer entdeckte

Englischer Titel: Hans Hass - The Man Who Discovered The Sea
Drei Fassungen:
Für ARTE: Länge 52'04" (deutsch, französische Untertitel)
Für ORF: Länge 44'16" (deutsch)
Internationale Version: Länge 51'31" (englisch)

Dokumentarfilm über das Leben von Hans Hass. Eine Coproduktion von ORF, Telcast International, München und Cosmos Factory Wien.
Buch und Regie: Manfred Christ und Harald Pokieser.
Kamera: Harald Mittermüller, Thomas Rist.
Ton: Günter Tuppinger, René Jung. Schnitt: Jörg Achatz.
Das Archivmaterial von Hans Hass wurde mit Hilfe des "Limelight"-Verfahrens des Joanneum Research (Graz) digital restauriert. Die Dreharbeiten fanden in Monaco, Santa Barbara/USA und Wien statt.
Erstausstrahlung im ORF am Donnerstag, 21.1.1999, dem 80. Geburtstag von Hans Hass (Reihe "Universum")

Die internationale/englische Fassung hat durch zahlreiche Interviews mit Freunden und Zeitgenossen von Hans Hass in den USA einen von den deutschen Fassungen abweichenden Charakter (Statements von Sylvia Earle, Stan Waterman, Al Giddings, Leslie Leaney etc.)

Text des Trailers:
"Dieser Mann hat unser Bild der Erde für immer verändert. Sein Name: Hans Hass. Er gilt als Erfinder des Gerätetauchens und als Begründer der modernen Meeresforschung. Alles was heute im Tauchsport selbstverständlich ist, hat Hans Hass erfunden und erprobt.
Als der Ozean noch ein fremder, finsterer Kontinent war, wagte er als erster den entscheidenden Sprung ins Reich der Haie. So wurde er berühmt, als der Mann, der das Meer entdeckte. Vor sechzig Jahren öffnete Hans Hass den Menschen den Vorhang zum Ozean. Es begann in der Karibik, in Curacao. Der junge Hans Hass und seine Freunde filmten und fotografierten mit selbstgebauten Kameras als erste die Welt der Korallenriffe. Zu einer Zeit, als die Tauchermaske noch nicht erfunden war, entstand der erste Unterwasserfilm. Mit unvorstellbarem Wagemut bewiesen sie, was damals niemand glaubte - daß man sich Haien unter Wasser nähern kann, ohne getötet zu werden. Der große Traum des österreichischen Forschers war, frei und ohne Zeitbegrenzung unter Wasser schwimmen zu können. Es begann Anfang der 40er-Jahre im Mittelmeer mit abenteuerlichen Versuchen und gefährlichen Experimenten. Dann kam der Tag, der heute als die Geburtsstunde des Tauchens gilt. Am 12.Juli 1942 - lange bevor Jacques Cousteau mit seinen Tauchversuchen begonnen hatte - stieg Hans Hass mit einem selbstentwickelten Sauerstoff-Atemgerät in die Ägäis und verwandelte sich als erster Mensch in ein fischähnliches Lebewesen. Diese Szenen gingen um die Welt: Haie und Menschen - Seite an Seite.
Mit seinem Film "Abenteuer im Roten Meer" (Under the Red Sea) gewann Hans Hass 1951 die Filmfestspiele von Venedig. Der Höhepunkt des Films ist die Begegnung mit einem Tier, das bis dahin als mythisches Seeungeheuer galt: Der Walhai. Diese ersten Unterwasseraufnahmen eines Walhais sorgten weltweit für Schlagzeilen.
Den meisten Meerestieren, die heute jedem Kind bekannt sind, ist Hass als erster unter Wasser begegnet und er hat sie fotografiert - auch den riesigen Mantas, von denen niemand wußte, ob sie gefährlich sind, oder harmlos.
Mit Hans Hass begann die moderne Unterwasserforschung. Von nun an tauchten die Meeresbiologen selbst in jene Welt hinab, die sie erforschen wollten. Hass und sein Team entdeckten zahllose Dinge, die heute Allgemeinwissen sind: Etwa daß das Geräusch verletzter Fische Haie anlocken kann.
Es war die Pionierzeit des Tauchens - alles war möglich und alles war neu. 1953 war Hans Hass der erste, der Scheinwerfer ins Meer senkte. Er zeigte dem Kinopublikum, daß die blauen Tiefen ein Zaubergarten sind, der in tausend Farben funkelt. Viele seiner Bilder sind bis heute unübertroffen. Als er am weiten, offenen Meer einen Pottwal entdeckte, zögerte er keine Sekunde, packte seine Kamera, schwamm direkt auf das Monster zu und es entstanden die ersten Filmaufnahmen des größten Raubtieres der Erde.
Sechs Jahre lang segelten Hans Hass und seine Frau Lotte mit ihrem Forschungsschiff um die Erde. Ihre Filme dokumentieren eine Sternstunde der Menschheit: Jenen Augenblick, als das Meer seinen Schrecken verlor und sich in die zauberhafte Welt verwandelte, die uns heute so vertraut ist."

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(C) COPYRIGHT: Michael Jung 2001