Ein Herr und ein Hund
Erstsendedatum SDR: 24. April 1983
44 min, 16mm Farbe, nur deutsche Fassung.
Südfunk Stuttgart (SDR) und ORF.
Zweite Kamera: Ingolf Müller
Inhalt:
Film über einen Besuch bei der englischen Marine in Portsmouth und die praktische Erprobung des neuen Panzertauchgerätes "JIM". Hass taucht 450 Meter tief in die Nordsee unter eine Ölbohrinsel. Interview nit dem Berufstaucher, der den "JIM" in dem Unterwasserkampf mit James Bond bediente.
Contents:
Hintergund:
1942 begründete Hans Hass das Schwimmtauchen mit Atemgerät. Eine weltweite Entwicklung wurde daraus. Mit besonderen Gasgemischen können heute Schwimmtaucher schon in über 400 Meter Tiefe vordringen. Allerdings dauert es dann Tage, sie wieder dem Normaldruck der Luftwelt anzupassen.
In diesem Filmbericht geht Hass den Anfängen einer neuen, ebenso zukunftsreichen Entwicklung nach. Im Panzertauchanzug "JIM" kann man bereits bis 500 Meter tief tauchen und beweglich arbeiten - ohne jedoch dem Tiefendruck ausgesetzt zu sein. Man kann in beliebiger Geschwindigkeit zu einem havarierten U-Boot oder zur Reparatur unter Ölbohrinseln auf den Grund geschickt werden, dort, klar denkend, bis zu 10 Stunden lang arbeiten und dann in Minutenschnelle wieder hochgebracht werden.
Hass vergleicht die beiden Entwicklungen. Er besucht in England die Firma Mike Borrow, welche den "JIM" herstellt, erprobt diese Tauchtechnik im grossen Versuchtank der Englischen Marine, um schliesslich von einem Ölbohrturm in der Nordsee bei 8 Meter hohem Wellengang bis zu 450 Meter Tiefe zu tauchen.
Gleichzeitig erprobt er den "SEAPUP", ein kleines ferngesteuertes Unterwassergefährt mit Fernsehauge, das zur Überprüfung von Hafenanlagen und unterirdischen Kanälen eingesetzt wird - jedoch auch dem "JIM" Hilfsdienste leisten kann. Vom "JIM"-Taucher befehligt, kann er sich beliebig drehen und wenden, Aufträge ausführen, benimmt sich wie ein getreuer Hund. Neue, in Konstruktion befindliche "JIMs" werden sich mit Hilfe von Propellern frei durchs Wasser bewegen und Tiefen bis 1000 Meter aufsuchen können. Und weit grössere "SEAPUPs", mit mächtigen Greifarmen und sonstigen Spezialinstrumenten ausgerüstet werden den "JIM"-Tauchern in den dunklen Abgründen der Tiefsee Hilfsdienste leisten.
(C) COPYRIGHT: Michael Jung 2002